Bei diesen beiden Erkrankungen handelt es sich um Überlappungen von zumindest zwei Kollagenosen, also von Lupus erythematodes, Dermatomyositis, Sklerodermie sowie rheumatoider Arthritis.
Bei einer Mischkollagenose, auch Sharp-Syndrom genannt, müssen die jeweiligen Klassifikationskriterien der Einzelerkrankungen erfüllt sein, also z.B. die Kriterien des Lupus erythematodes und jene der Sklerodermie. Typisch für die Mischkollagenose ist auch das Vorliegen von Autoantikörpern gegen U1-RNP.
Bei einer UCTD sind die Einzelerkrankungen (noch) nicht so ausgeprägt, dass sie die Einzelkriterien einer Erkrankung erfüllen würden, daher „undifferentiated“ connective tissue disease, jedoch legen Befunde und klinischer Befund definitiv nahe, dass es sich um eine Erkrankung aus dem Kreis der Kollagenosen handelt.

Gemäß den Kollagenosen sind die Beschwerden hier besonders vielfältig: Raynaud-Phänomen, Ekzeme, verdickte Hautstellen, Fieber, Lymphknotenschwellung, Erschöpfung, Leistungsknick, Kurzatmigkeit, Muskelbeschwerden, Gelenksschmerzen, Beinschwellungen.