Da viele der Patienten junge Frauen sind, steht häufig die Frage nach einer Schwangerschaft im Raum. Im Gegensatz zu früher wird Patientinnen von einer Schwangerschaft nicht mehr grundsätzlich abgeraten, zumal es Medikamente gibt, mit denen man mittlerweile ausreichend Erfahrung hat, um sagen zu können, dass deren Gabe während einer Schwangerschaft nach Abwägung aller Punkte zu rechtfertigen ist. Auch hier ist es wichtig, dass Lupuspatientinnen bereits vor, während und nach der Schwangerschaft durch erfahrene Ärzte, meist mehrerer Fachrichtungen, betreut werden.

Eine Schwangerschaft kann sich auf die Lupuserkrankung der Mutter in alle Richtungen auswirken: Besserung, Stabilität oder Verschlechterung. Prognostische Faktoren, welche Patientin wie reagieren wird, gibt es nicht.

Dringend wünschenswert ist, dass die Schwangerschaft erst dann eintritt, wenn die Erkrankung längere Zeit stabil ist.

Durch die oft chronische Erschöpfung ist bei vielen Patienten die Lust auf Sex verringert, was nicht selten zu Spannungen innerhalb der Beziehung führt. Es ist wichtig, diese Problematik offen anzusprechen und sich im Bedarfsfall psychologische oder psychotherapeutische Hilfe zu holen.