Ist die Diagnose einmal gesichert, dann muss das Ziel sein, möglichst rasch die akute Krankheitsphase zu beenden, um nicht schwere irreversible Organschäden zu riskieren. Hier kommt meistens das bewährte Kortison zum Einsatz. Um dessen Nebenwirkungen gering zu halten, sollte diese Therapie von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden.

Meist ist parallel dazu sowie im Anschluss daran eine Erhaltungstherapie nötig. Diese soll bewirken, dass die Erkrankung dauerhaft unterdrückt wird und die Patientinnen und Patienten wieder in ihren Lebensalltag zurückkehren können. Basistherapie sind die sogenannten Antimalariamittel (das modernste ist das Hydroxychloroquin; teils findet jedoch auch noch Chloroquin Verwendung). Weitere lange bekannte Substanzen sind z. B. Azathioprin, Mycophenolat-Mofetil, Methotrexat, aber auch moderne Therapien, die vielversprechend sind beziehungsweise sich schon bewährt haben (Belimumab, Rituximab und andere). Auch hier gilt: Man braucht viel ärztliche Erfahrung, um zu entscheiden, welche der vielen Therapiemöglichkeiten für den einzelnen Patienten die geeignetste ist.

Mithilfe dieser Medikamente sollen die Entzündung und die überschießende Aktivität des Immunsystems eingedämmt werden. Mit Antimalariamitteln erzielt man bei Lupus erythematodes besonders gute Erfolge bezüglich Hauterscheinungen und Gelenkproblemen. Immunsuppressiva und Zytostatika werden bei schwereren Krankheitsverläufen eingesetzt.

Wie bei allen Medikamenten kann es auch bei der Basistherapie des systemischen Lupus erythematodes vereinzelt zu Nebenwirkungen kommen. Diese sind individuell verschieden. Daher sind regelmäßige klinische Kontrollen und Blutuntersuchungen unerlässlich.

Was man bei Lupus erythematodes selbst tun kann

Wie bei vielen Erkrankungen spielt auch beim Lupus erythematodes ein gesunder, ausgewogener Lebensstil mit ausreichend Schlaf eine große Rolle. Speziell ist hervorzuheben, dass Rauchen die Erkrankung negativ beeinflusst und die Wirkung der Antimalariamittel schwächt. Ebenso wichtig ist konsequenter Sonnenschutz, da starke Sonneneinstrahlung zu Zelluntergang führt und die Krankheitsaktivität fördern kann. Achten Sie auch auf eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr, da es mittlerweile Hinweise gibt, dass ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel Autoimmunität begünstigen kann. Impfungen sollten nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Bewegung und Sport sind empfehlenswert, da regelmäßige Bewegung die Funktion des Immunsystems und der Psyche positiv beeinflusst.

Wie beeinflusst Lupus erythematodes die Schwangerschaft?